

Das Wort „Prophezeiung“ hat zumeist etwas Unheimliches und Gruseliges an sich. Deswegen ist es so beliebt im Fantasy-Fiction-Titel und als Schlagwort von Illustriertenartikeln. Der Maya-Kalender endet bekanntlich im Dezember diesen Jahres, was niemanden interessiert hat, bis die Unterhaltungsindustrie es als große Weltende-Prophezeiung aufmachte. Der Gruselfilm „Mothman Prophecy“ mit Richard Gere in der Hauptrolle lieh sich im Titel das Munkeln von übernatürlichen, uralten Mächten und Gewalten, gegen die der moderne Mensch machtlos ist. „Prophetie“ steht für das Unwiderstehliche, Numinose, schauderhaft Unbekannte und nicht Kontrollierbare, das sich Bahn bricht. Wie so oft ist es ein Spiel mit den heimlichen Ängsten von Menschen. Es bedient sich religiöser Begriffe und Phänomene und verlässt sich drauf, dass heute niemand mehr etwas Genaueres darüber weiß. Schluss damit. Machen wir Licht und lassen wir uns aufklären von dem, was die Bibel als Prophetie verkündet. Es ist spannend genug, spannender als jeder Kino-Film. Es ist eine alte Geschichte, die – noch in der Bibel – geheimnisvolle Bestätigungen erfährt, um dann die Ebene der linearen Zeit zu verlassen und in jeden Raum zu greifen, der sich auftut, wenn Menschen sich über diese alten Zeilen beugen und sich in die prophetischen Bilder vertiefen. Es gibt Prophetie, an der wir selber heute teilhaben, die zugleich ein offenes Ende hat und Appetit macht auf das, was folgt. – Wenn Sie jetzt keine Ahnung haben, was gemeint ist, lade ich Sie ein in unseren Stadtkirchen-Bibel-Lese-Kurs. In vier Versuchen werden wir das Original biblischer Prophetie aufblättern. Und wir werden es im biblischen Dreisprung tun: es beginnt mit einem alttestamentlichen Text, den wir mit gutem Grund „Verheißung“ (nicht Verwünschung) nennen. Dann lassen wir uns erzählen, wie die ersten Christen die Zwischenlandung erleben. Dann springen die Prophezeiungen aus dem Buch und berühren den aufmerksamen Leser. Und am Ende zeichnet sich ab, was offen und zu erwarten ist. Verheißen-Bekräftigen-Begegnen-Blühen – das ist die Merkformel, mit der wir vier Prophezeiungen nachgehen. Hier die Termine und Bibelabschnitte, die uns erwarten:
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Mittwoch |
»Ein Segen, dass es dich gibt!«1.Mose 12:1-3 |
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Mittwoch |
»Erstgeborene sind anders!«Jesaja 43:1 |
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Mittwoch |
»jedoch weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt«Jesaja 60 : 1-6,11-14 |
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Mittwoch |
»Wie man Schlechtes in Gutes verwandelt.«1.Mose 50:15-21 |