Ellipse von Katharina Grosse, angebracht außen an der Johanneskirche

Mittels installativer Fotografie, Video und Sound setzt Susanne Diesner ihre Dokumentation eines Shintōistischen O-Matsuri Festivals im Stadtteil Negishi Taitō-ku in Downtown Tokyo medial um. In ihren Arbeiten nimmt sie einen journalistisch-dokumentierenden Blick ein, der gleichsam die Schönheit der kleinen Dinge wie die Dichte und Intensität eines besonderen Ereignisses  ins Bild nimmt. Ergänzt wird die Ausstellung durch fotografische Studien des urbanen Raumes, die das enorme Gespür der Fotografin für Formen, Farben und Raum spiegeln.

Das Negishi O-Matsuri

Seit dem zweiten Weltkrieg finden wieder jedes Jahr in den einzelnen Bezirken um den Bahnhof von Uguisudani in Taitō-ku Tokyo sogenannte 

O-Matsuri - Shintoistische Feste - statt. Omikoshi, tragbare Schreine, werden dabei auf Balken von den Mitgliedern der Gemeinde in einer Prozession durch die Straßen des jeweiligen Distriktes getragen.  Alle drei Jahre schließen sich die Gruppen der einzelnen Distrikte zu einem großen Umzug zusammen. 2015 wurde die große Festival-prozession nach 30 Jahren erstmals wieder durch den Schrein des Bezirks Negishi angeführt.

Abseits der touristischen Ströme der Metropole trifft die Fotografin Susanne Diesner zufällig auf die Organisatoren der Musik-gruppe von Negishi und wird eingeladen das O-Matsuri mit der Kamera zu begleiten.

Fast 5000 Einheimische nehmen an dem Umzug teil, kaum eine Handvoll Touristen erleben das Omatsuri mit.

Die Ausstellung ist in der Johanneskirche dienstags bis samstags von 10-18 Uhr zu sehen.

17. September bis 16. Oktober 2016
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