Ellipse von Katharina Grosse, angebracht außen an der Johanneskirche

Fotografien von Ann-Kathrin Kampmeyer

 Wie sehen obdachlose Frauen aus? Gibt es das typische »Obdachlosengesicht«? Können wir wirklich anhand eines Gesichtes unterscheiden, ob eine Frau auf der Straße lebt oder in geregelten Verhältnissen? Um sich dieser Frage zu stellen, hat die Fotografin Ann-Kathrin Kampmeyer insgesamt 26 Frauen aus geregelten und nicht geregelten Verhältnissen portraitiert.

Die Frauen im Alter von 18 bis 70 Jahren wurden unter den immer gleichen Bedingungen fotografiert. Bei den Portraits geben weder Make-up, Schmuck, Kleidung noch genaue Angaben zur Identität Aufschluss darüber, woher diese Frauen kommen. Können wir aus der Serie von 26 Portraits die 6 Frauen ausfindig machen, die obdachlos sind? Der Betrachtende wird nicht mit einer Auflösung belohnt, sondern ist aufgefordert, selbst zu entscheiden, wie die Frauen auf ihn wirken und die Ungewissheit auszuhalten.

Die Ausstellung fand im Rahmen der Benefizveranstaltung zum 10 jährigen Bestehen von ARIADNE, Notaufnahme für Frauen der Diakonie in Düsseldorf statt.

Die Bilder waren vom 8. bis 23. März in der Johanneskirche zu sehen.

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