Ellipse von Katharina Grosse, angebracht außen an der Johanneskirche

Malerei

»Jan Kolata zählt mit seinem umfangreichen und differenzierten Oeuvre zu denjenigen Malern, die in hoher Konzentration und Intensität über einen langen Zeitraum hinweg nach den Bedingungen von Malerei fragen. Die Bilder zeigen dies in einem sehr materialkräftigen, fast experssiven Duktus, an der Grenze zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Kolatas Bilder sind nie in einem oberflächlichen Sinne fertig, sie zeigen, wie sie gemacht werden. In ihnen treffen wir auf eine Malerei, die gleichermaßen konzeptuell wie delikat in Erscheinung tritt.« Prof. Dr. Richard Hoppe-Sailer, Ruhr-Universität Bochum

Jan Kolata hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Erich Reusch studiert. Ab 1980 sind seine großformatigen Malereien regelmäßig in nationalen und inter-nationalen Ausstellungshäusern zu sehen und er hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten. Seit 2006 hat er eine Professur für Malerei an der Technischen Universität Dortmund.

Die Ausstellung wurde am 7. Februar eröffnet und lief bis Ende Februar.

Ein Themengottesdienst fand am Sonntag, 16. Februar 2014 statt.

Ein Fotoprojekt von Alexander Basta in Zusammenarbeit mit dem café pur

In Zusammenarbeit mit der Tagesstätte für Wohnungslose, »café pur«, einer Einrichtung der Diakonie Düsseldorf, hat der Fotograf Alexander Basta eine Portrait-Serie entwickelt. Gezeigt werden Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen die Tagesstätte besuchen. Dabei wurden die Menschen von Mitarbeitern der Diakonie nach ihrem ermutigenden Lebensmotto gefragt. Jedem Foto ist eine Aussage angehängt, die unterstreicht, was dem Fotografierten wichtig ist.

Die Eröffnung der Ausstellung war am Donnerstag, 28. November 2013, 19:00 Uhr in der Johanneskirche Stadtkirche. Zur Eröffnung sprachen: Pfarrer Hans Lücke (Johanneskiche Stadtkirche), Christian Heynen (café pur) und Alexander Basta

Am Sonntag, 8. Dezember 2013, 18:00 Uhr fand ein Themengottesdienst zur Ausstellung statt. Die Predigt hielt Pfarrer Dr. Uwe Vetter.

Arbeiten von Gabriele und Hubert Begasse 

In ihrer gemeinsamen Ausstellung hinterfragen Gabriele und Hubert Begasse den Begriff des Profanen. Gemeinhin werden profanen Gegenständen keine magischen Eigenschaften und Wirkungen zugesprochen. Das Profane. laut Duden "vor dem Heiligen liegend" ist von diesseitiger, weltlicher Natur; als Gegenbegriff gilt das Sakrale. 

Gabriele Begasse zeigt eine Auswahl ihrer Schriftbilder. Sie geht davon aus, dass es eine sogenannte "Urschrift" gibt, den Nukleus für die babylonische Vielfalt der Weltsprachen. Folgerichtig sind die Buchstaben ihrer "Schriftbilder" nicht Zeichen für etwas anderes, sondern bezeichnen ein unbekanntes Terrain. Gleichzeitig sind sie eine künstlerische Suche nach dieser Urschrift – einer Schrift, die alle anderen Schriften in sich trägt.

Hubert Begasses Werkreihe "Bildschirme" bestehen aus Stahl oder Messing, Zugfedern und dünnen Kunststoffplatten aus Celluloid. Nach Vorgaben des Künstlers werden die Bleche mittels moderner Technik geschnitten, anschließend gekantet und mit einer dünnen Membran versehen, die fragil an Zufedern befestigt ist. Diese "Trampoline des Lichts" entstehen aus der Transformation der Werkstoffe und setzen vielfältige Assoziationen frei. 

Vom 12. Oktober bis 6. November 2013 zeigte die Johanneskirche Stadtkirche künstlerische Arbeiten von Gabriele und Hubert Begasse. 

Eröffnung der Ausstellung war am Freitag, 11. Oktober 2013 um 20:15 Uhr in der Johanneskirche.

Fotografie von Irm Schoffers

Irm Schoffers (1927 – 2008) Arbeit ist eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem fotografischen Experiment, ihr eigentliches Versuchsfeld ist die Dunkelkammer. Ausgangspunkt ihrer unablässigen Suche nach neuen Ausdrucks-formen sind vorhandene, realitätsnahe Fotografien, die sie durch Überblendung, Solarisation, Umkopierung und Relieftechnik weiterentwickelt oder umgestaltet.

Mit vergleichsweise einfachen Mitteln, wie Spiegelungen, schafft sie gegenstandslos wirkende, räumliche Strukturen, die traditionelle Sehgewohnheiten irritieren. Vor allem mit ihren auf direktem Wege belichteten Alltagsgegenständen, erzeugt sie visuelle Innovationen. Dadurch gibt sie die Wirklichkeit nicht wieder, sondern schafft sie.

Irm Schoffers absolvierte die 2-jährige Ausbildung an der Fotoprivatschule von Marta Hoepffner in Hofheim, verblieb dort als Lehrerin und Teilhaberin und verbrachte ihren Lebensabend gemeinsam mit Hoepffner in Kressbronn am Bodensee.

Vom 29. Juni bis 21. Juli 2013 zeigt die Johanneskirche Stadtkirche Arbeiten der Fotokünstlerin Irm Schoffers.

»Gestern wird schön« Gestalterische Lösungen für Menschen mit Demenz

Für das Seniorenzentrum »Zum Königshof« in Düsseldorf-Unterrath suchte die Graf-Recke-Stiftung im Frühjahr 2012 neue gestalterische Ansätze für die dortigen Flure und Aufenthaltsräume. Ich wurde daraufhin gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, für die Studenten der FH Düsseldorf im Fachbereich Design, ein Seminar in Form eines Wettbewerbs anzubieten, in dem Vorschläge zur Raumgestaltung für Menschen mit Demenz erarbeitet werden. Diese Idee gefiel mir auf Anhieb und auch das Interesse seitens der Studenten war groß, da für viele erstmalig eine Auseinandersetzung mit den Arbeitsbedingungen in Realität möglich war und jedes Projekt die Chance hatte, realisiert zu werden. 

Das Thema »Demenz« ist bei vielen Studenten präsenter als man zunächst annimmt. Sei es durch betroffene Großeltern oder den Zivildienst. Das wichtigste Kriterium für die Studenten war die Wahrnehmung, Orientierung und das Wohlbefinden der Senioren zu achten und womöglich zu fördern. Um tiefer in die Materie vorzudringen, besuchten sie mehrmals das Seniorenzentrum »Zum Königshof« und tauschten sich mit Experten zum Thema Demenz aus. So zeichneten sich mit der Zeit unterschiedliche Ansätze ab, die im Laufe des Seminars ausgearbeitet und zum Ende einer Kommission präsentiert wurden. Die Arbeiten fanden großen Anklang und mehrere Projekte wurden für eine Realisierung ausgewählt.

Die Zusammenarbeit zwischen der FH Düsseldorf und der Graf-Recke-Stiftung ist ein gutes Beispiel dafür, welche gesellschaftliche Relevanz Design mit sich bringen kann. Sei es für die Studenten, die zahlreiche prägende Erfahrungen sammeln konnten, oder vielleicht auch die Senioren in der Einrichtung, deren Alltag und Wohnsituation durch die entwickelten Ideen hoffentlich bereichert wird.

Professor Ton van der Laaken (Fachhochschule Düsseldorf/Fachbereich Design)

Die Ausstellung war vom 9. Januar bis zum 5. Februar 2013 in der Johanneskirche zu sehen und zeigte insgesamt acht studentische Projekte der FH Düsseldorf, die versuchen das Leben mit Demenz zu erleichtern, zu verbessern und zu verschönern.

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