Ellipse von Katharina Grosse, angebracht außen an der Johanneskirche

Kunstprojekt zu »Reformation. Im Rheinland. Seit 1517.«

11. März - 6. April 2017

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal der Beginn der Reformation, die Martin Luther mit seinen 95 Thesen in Wittenberg eingeleitet hat. Durch eine Rückbesinnung auf
die Bibel hat Luther einen Wandlungsprozess angestoßen, der nicht nur reformatorisch wirkte, sondern auch biblische Impulse in die Moderne transformierte: Gottvertrauen statt
Selbstüberforderung, Mut statt Angst, persönliche Perspektive statt Ideologie. Und weiter: Dialog statt Gewalt, Partizipation statt Hierarchie, Leben trotz Schuld, Freiheit zur Liebe.

Martin Luther hat einen Dauerauftrag für die Kirche formuliert. Reformationsjubiläen wiederum gaben immer wieder Anlass, nach einer zeitgemäßen Interpretation des christlichen Glaubens zu fragen.

Vor diesem Hintergrund hat die Evangelische Kirche im Rheinland mit ihrem Kunstprojekt »reFORMation – transFORMation« elf Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich mit einer künstlerischen Position am fortwährenden Suchprozess zu beteiligen.

Wie wandelt sich das christliche Selbstverständnis in der Gegenwart – mit der Gegenwart? Welche Impulse kann Kirche aufnehmen – welche kann sie selbst setzen? Und welche Themen
sollte sie setzen, um das Eigene nicht zu verlieren? All das sind offene Fragen, mit denen sich die Künstlerinnen und Künstler in ihren Arbeiten beschäftigen. Als Expertinnen und Experten für Wahrnehmung, Vision und Gestaltung haben sie sich auf den Weg gemacht, um neue Formen für Prozesse der Reformation und Transformation zu finden – mit Worten, Skulpturen,
Fotografien und sozialen Plastiken.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Christoph Dahlhausen, Konstantinos Angelos Gavrias, Elmar Hermann, Christian Jendreiko, Shila Khatami, Claudia Kugler, Lydia Nüüd, Christian Odzuck, Mannferd Rennertz, Zipora Rafaelov, Kristina Stoyanova

Ein Pageflow zum Projekt mit zahlreichen Bildern und Texten finden Sie unter http://story.ekir.de/kunst.

 Am Freitag, 10. März, wurde im Rahmen der Eröffnung auch der Kunstpreis der Evangelischen Kirche im Rheinland verliehen. Prämiert wurden die Arbeiten von Kristina Stoyanova, Konstantinos Angelos Gavrias und Christian Jendreiko

Freitag um 7
Ein Konzert von 2Flügel zum Reformationsjubiläum

Freitag | 24. März 2017 | 19 Uhr

Finissage: Rundgang und Gespräch zur Ausstellung
Dr. Frank Vogelsang, Evangelische Akademie
Holger Hagedorn, Kurator der Ausstellung
und beteiligten Künstlerinnen und Künstlern

Donnerstag | 6. April 2017 | 19 Uhr

Weitere Informationen unter: 2017.ekir.de

Die US-amerikanische Performance-Künstlerin Biba Bell wird sich über mehrere Tage in und mit der Rauminstallation von Frauke Dannert beschäftigen. Sie wird den Raum tänzerisch bespielen und dabei eine körperliche Verbindung zwischen realem und imaginären Raum herstellen. Biba Bell hat eine Assistenzprofessur an der Wayne State University Detroit inne und ihre Arbeit, die sich zwischen performativer und visueller Kunst bewegt, wurde durch zahlreiche nationale und internationale Preise ausgezeichnet.
Mit Sound von Orson Sieverding. Eintritt frei.

Freitag, 20. Januar 2017 | 19 Uhr | Johanneskirche

Im Januar 2017 konnte die Künstlerin Frauke Dannert eine Rauminstallation für die Johanneskirche Stadtkirche Düsseldorf umsetzen.

Mit dieser Arbeit wurdee die vertraute Raumordnung verändert und Perspektiven verschoben. Die Arbeiten der Künstlerin zeichnen sich durch ein großes Gespür für Raum, Farbe und Licht aus. In ihren Collagen de- und rekonstruiert sie bestehende Architekturen, wobei sie gleichermaßen mit dem abbildenden Medium, der Architekturfotografie, wie mit der realen, vorgefundenen Architektur arbeitet. Die Architektur ist der Ausgangspunkt und Inhalt ihrer Arbeiten, in denen sie sich mit Fragen der Wahrnehmung, Orientierung und Erinnerung beschäftigt.

Eröffnung | Freitag, 13. Januar 2017, 19 Uhr

Rundgang und Workshop
Studentinnen der "Kunstvermittlung" an der Heinrich-Heine-Universität haben ein zweiteiliges Vermittlungsprogramm für die Rauminstallation entwickelt – bestehend aus einer fachkundigen Führung (45 Minuten) und einem praktischen Workshop für Groß und Klein (60 Minuten). Beide Angebote können gemeinsam oder auch unabhängig voneinander wahrgenommen werden.

Zusätzlich konnten geführte Rundgänge (mit oder ohne Workshop) für Schulklassen/Gruppen vereinbart werden.

Samstag, 14. Januar 2017
11 Uhr (Rundgang & Workshop)
15 Uhr (Rundgang)            

Samstag, 11. Februar 2017
11 Uhr (Rundgang & Workshop)
15 Uhr (Rundgang)  

Freitag um 7. Performativer Tanz von Biba Bell
Die US-amerikanische Performance-Künstlerin Biba Bell beschäftigte sich über mehrere Tage in und mit der Rauminstallation. Sie hat den Raum tänzerisch bespielt und dabei eine körperliche Verbindung zwischen realem und imaginären Raum hergestellt. Biba Bell hat eine Assistenzprofessur an der Wayne State University Detroit inne und ihre Arbeit, die sich zwischen performativer und visueller Kunst bewegt, wurde durch zahlreiche nationale und internationale Preise ausgezeichnet.
Mit Sound von Orson Sieverding. Eintritt frei.
Freitag, 20. Januar 2017, 19 Uhr

Symposium: Ein Raum ist ein Raum ist ein Raum.
Studentinnen des Instituts für Kunstgeschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben ein Symposium zum Thema zeitgenössische Kunst im sakralen Raum entwickelt. Mittels Impulsvorträgen haben die Studentinnen einzelne Kunstpositionen vorgestellt und Herausforderungen sowie Chancen von Kunst in Kirche aufgezeigt.
Eintritt frei. Eine Anmeldung ist erforderlich: Telefon: 0211.135811 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Freitag, 10. Februar 2017, 10 – 14 Uhr

Mittels installativer Fotografie, Video und Sound setzt Susanne Diesner ihre Dokumentation eines Shintōistischen O-Matsuri Festivals im Stadtteil Negishi Taitō-ku in Downtown Tokyo medial um. In ihren Arbeiten nimmt sie einen journalistisch-dokumentierenden Blick ein, der gleichsam die Schönheit der kleinen Dinge wie die Dichte und Intensität eines besonderen Ereignisses  ins Bild nimmt. Ergänzt wird die Ausstellung durch fotografische Studien des urbanen Raumes, die das enorme Gespür der Fotografin für Formen, Farben und Raum spiegeln.

Das Negishi O-Matsuri

Seit dem zweiten Weltkrieg finden wieder jedes Jahr in den einzelnen Bezirken um den Bahnhof von Uguisudani in Taitō-ku Tokyo sogenannte 

O-Matsuri - Shintoistische Feste - statt. Omikoshi, tragbare Schreine, werden dabei auf Balken von den Mitgliedern der Gemeinde in einer Prozession durch die Straßen des jeweiligen Distriktes getragen.  Alle drei Jahre schließen sich die Gruppen der einzelnen Distrikte zu einem großen Umzug zusammen. 2015 wurde die große Festival-prozession nach 30 Jahren erstmals wieder durch den Schrein des Bezirks Negishi angeführt.

Abseits der touristischen Ströme der Metropole trifft die Fotografin Susanne Diesner zufällig auf die Organisatoren der Musik-gruppe von Negishi und wird eingeladen das O-Matsuri mit der Kamera zu begleiten.

Fast 5000 Einheimische nehmen an dem Umzug teil, kaum eine Handvoll Touristen erleben das Omatsuri mit.

Die Ausstellung ist in der Johanneskirche dienstags bis samstags von 10-18 Uhr zu sehen.

17. September bis 16. Oktober 2016

Ein Fotoprojekt von Thea Weires

Thea Weires fotografierte Menschen, die in der Justizvollzugsanstalt Düsseldorf inhaftiert sind oder dort ihren Dienst als Vollzugsbedienstete ausüben. Eine Auflösung, ob es sich um einen Inhaftierten oder einen Vollzugsbeamten handelt erfolgt nicht. Die namentliche Anonymität der Modelle, die schon so mutig waren, sich in diesem Kontext zu zeigen, bleibt gewahrt. Der Betrachter ist aufgefordert, seine eigenen Vorurteile zu hinterfragen, indem er seine Vermutung anstellt, ob er gerade vor dem Porträt eines Verbrechers oder eines Justizbediensteten steht.Was führt uns zu unseren Vermutungen? Eine Frage, die in Zeiten wie diesen eine immer stärkere Relevanz bekommt.

Es war Thea Weires bei der Durchführung dieses Knastprojektes enorm wichtig, innerhalb der Knastmauern lediglich die Köpfe der dort befindlichen Personen zu zeigen. Nichts visuell Wahrnehmbares lässt auf den Ort schließen, einen Hinweis gibt nur der Ausstellungstitel.

Eine Kunstaktion der Evangelischen Seelsorge in der Justizvollzugsanstalt Düsseldorf im Rahmen der Seelsorgewoche des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf.

Samstag, 5. März, 19:00, Eröffnung

Die Ausstellung ist in der Johanneskirche vom 6. bis 20. März, dienstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

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