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Zu einem ökumenischen Kreuzweg durch die Innenstadt laden die evangelische und die katholische Kirche in Düsseldorf am Karfreitag ein. Der Kreuzweg beider Kirchen beginnt um 12 Uhr an der Kirche des Franziskanerklosters auf der Immermannstraße.

Mit Texten aus dem Lukasevangelium solle an vier Stationen an das Leiden Christi erinnert werden, erklärten die Veranstalter am Mittwoch. An der Johanneskirche, der Neanderkirche und der Basilika St. Lambertus würden die Verspottung durch Herodes, die Verhandlung vor Pilatus, die Kreuzigung und der Tod Christi thematisiert.

Von evangelischer Seite wird Stadt-Superintendentin Henrike Tetz teilnehmen. Für die katholische Kirche will Stadtdechant Monsignore Rolf Steinhäuser den Kreuzweg mitgehen und -gestalten. Beide Kirchen betonten, sie wollten auch ein Zeichen für die Bewahrung des Karfreitags als stillem Tag setzen.

In den vergangenen Wochen hatte es eine kontroverse Debatte über die Einhaltung des Feiertagsgesetzes gegeben. Regierungspräsidentin Anne Lütkes (Grüne) hatte eine geplante Opernaufführung in Essen untersagt und auch für Düsseldorf eine konsequente Linie angekündigt. Letzten Endes kam dabei aber nur die Absage einer Komödie im Theater an der Kö heraus.

In die Debatte hatte sich auch der Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, eingeschaltet. Wie andere hohe christliche Feiertage auch, dürfe der Karfreitag nicht überspielt und übertönt werden, sagte er in einem RP-Interview. »Karfreitag und Ostern sind für uns Protestanten ganz zentrale Feiertage. Tod und Auferstehung Jesu Christi, an die wir mit diesen Tagen erinnern, stehen im Zentrum unseres Glaubens.« Daher verdienten diese Tage eines besonderen Schutzes durch den Gesetzgeber.

In der Johanneskirche beginnt am Karfreitag zudem um 17 Uhr das Passionskonzert »Stabat Mater«. Am Karsamstag folgt um 20 Uhr ein Konzert mit Streichquartett und Orgel, das Joseph Haydns Werk »Sieben letzte Worte« zur Aufführung bringt.

Quelle: Rheinische Post

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