projektion abraham opfert isaak 960

Arabian Nights

Konzert von und mit Daniel Schnyder

Abraham stammt aus Ur, das ist auch das Gebiet, wo die Wurzeln der arabischen Musik zu suchen sind. Seine Reisen in den Nahen Osten, seine Faszination für die Musik dieser Region hat Daniel Schnyder nicht nur in seinem großen Werk für das düsseldorf festival! verarbeitet, sondern auch in ein konzertantes Programm einfließen lassen. „Arabian Nights“ lässt Oud und Nay-Flöte auf Geigen und Celli treffen. Orientalische Melodien und Rhythmen vereinen sich mit westlichen Klängen und münden dank Percussion, Frame Drum, Saxofon und Bass in einen heutigen Sound. Bei Schnyder freilich ist das kein beliebiges Crossover. Er weiß um die gemeinsamen historischen Ursprünge klassischen europäischen Orchesterklangs und des in den USA beheimateten Jazz’ in der arabischen Musik. Und kreiert deshalb eine musikalische Textur, die unserer täglichen multikulturellen Realität einen fachkundigen Ausdruck gibt.

Daniel Schnyder Saxofon
Bassam Saba Nay und Oud
Tareq Rantisi Percussion
Streichquartett aus Mitgliedern des düsseldorf festival! Orchester

Fr 14.11., 20 Uhr,
Johanneskirche, Düsseldorf

Spieldauer: 90 Minuten, keine Pause
€ 26 (22)

Ist Abraham noch zu retten?

Symposium – Die Buchreligionen im Dialog

Kann Abrahams Geschichte uns heute noch etwas mitgeben? Als Religionsstifter von Judentum, Christentum und Islam ist Abraham, Ibrahim, die verbindende Schlüsselfigur zwischen Religionen und Völkern. Schnyders moderne biblische Oper verweist auf die gemeinsamen Wurzeln der großen Buchreligionen, greift aber auch die Spaltung der semitischen Stämme auf. Die von endlosen Konflikten geprägte Lage im Nahen und Mittleren Osten wird auf diese Weise neu thematisiert. Mit der Aufführung dieser Oper wollen wir ein Zeichen setzen für Toleranz und Auseinandersetzung, für Freiheit des Glaubens und gegenseitigen Respekt. Hans Küng hat gesagt: „Ohne Religionsfrieden gibt es keinen Weltfrieden.“ Das Düsseldorfer Symposium wirft vor diesem Hintergrund ein Schlaglicht auf das Opernprojekt und eröffnet einen Dialog der Weltreligionen. Die Figur des Stammvaters immer im Blick, werden an historischen und aktuellen Entwicklungen Übereinstimmungen wie Differenzen gleichermaßen aufgezeigt: Welche Möglichkeiten und Perspektiven lassen sich aus Abrahams Geschichte für den Umgang miteinander ableiten? Herausragende Persönlichkeiten aus Religion, Kultur und Wissenschaft bringen ihre Standpunkte zum Ausdruck. Wir wollen uns informieren, kontrovers diskutieren, Verständnis füreinander gewinnen und den Horizont durch neue Sichtweisen erweitern.

Mit
Dr. Uwe Vetter Leitender Pfarrer Johanneskirche Düsseldorf (Moderation)
Prof. Jonathan Magonet Theologe und Rabbiner (London)
Prof. Dr. Milad Karimi Religionsphilosoph und Islamwissenschaftler (Münster)
Irene Pabst DiplomTheologin und Referentin für interkulturelle Frauenarbeit, Frauenwerk der Nordkirche (Hamburg)
Daniel Schnyder Musiker und Komponist (New York)

Musikalisch umrahmt wird das Symposium von Daniel Schnyder, Saxofon, Bassam Saba, Nay/Oud und Tareq Rantisi, Percussion

So 16.11., 12.30 – ca. 16 Uhr
Johanneskirche, Düsseldorf

€ 8 (4)

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