projektion abraham opfert isaak 960

... und zwar buchstäblich: Im November bringen wir mit »Abraham« eine neue Oper des New Yorker Komponisten Daniel Schnyder zur Uraufführung – ein Werk, das wir, gemeinsam mit den Koproduzenten Johanneskirche Stadtkirche Düsseldorf und der Kreuzkirche in Bonn, initiiert und auf den Weg gebracht haben. Und für das wir Sie nun gewinnen möchten. Erleben Sie mit uns gemeinsam, wie musikalische und szenische Grenzen gesprengt, wie Zeichen gesetzt werden für Toleranz und Freiheit in Fragen des Glaubens. Und nutzen Sie unser Rahmenprogramm, um tiefer in die Materie einzusteigen.

Wir freuen uns auf Sie!

 

Presse: Über »Abraham« wurde umfangreich berichtet

DANIEL SCHNYDER

אַבְרָהָם
ABRAHAM
إبرَاهِيم

EINE OPER VON HEUTE

URAUFFÜHRUNG

Abraham, Religionsstifter und »Vater der Völker«. Sein Leben – eine Oper? Ja, und zwar mit allem Drum und Dran: großer Chor, Bühnenbild, Kostüme, Orchester und namhafte Solisten. Und trotzdem ganz anders: Daniel Schnyder verbrüdert mit einer Klangwelt zwischen Klassik, Jazz und Global Music europäische Konzertmusik mit musikalischen Traditionen des Vorderen Orients, setzt Oud und NayFlöte ebenso ein wie E-Piano und Saxofon. Sein Werk beleuchtet die Entstehungsgeschichte und die Konflikte der drei monotheistischen Religionen – und erzählt deshalb auch eine Geschichte von heute.

Abraham Plakat

Kompositionsauftrag des düsseldorf festival!

Schirmherr:
Bischof Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber
Ratsvorsitzender der EKD von 2003 bis 2009

Daniel Schnyder Komposition, Libretto
Gregor Horres Inszenierung
Kanjo Také Projektion, Licht

Abraham Mischa Schelomianski Bass
Hagar Theresa Nelles Sopran
Sarah Rena Kleifeld Alt
Isaak Raphael Pauß Tenor
Ismael Rabih Lahoud Bariton

Daniel Schnyder Saxofon
Bassam Saba Nay und Oud
Tareq Rantisi Percussion

Johanneskantorei Düsseldorf
Kantorei der Kreuzkirche Bonn
düsseldorf festival! Orchester

Musikalische Leitung Wolfgang Abendroth (Düsseldorf)
Musikalische Leitung Karin Freist-Wissing (Bonn)

 

Do 13.11. 20 Uhr, Sa 15.11. & So 16.11., 19 Uhr
Johanneskirche Düsseldorf
Martin-Luther-Platz 39, 40212 Düsseldorf
Do 20.11., Sa 22.11. & So 23.11., jeweils 20 Uhr
Kreuzkirche Bonn
Kaiserplatz 1, 53113 Bonn

 

Spieldauer: 100 Minuten inkl. Pause
Tickets: 35 (30), 25 (20), Hörplätze 12 Euro unter 0211 82 82 66 22 über das düsseldorf festival!

 

Neben dem gerade sehr aktuellen politischen Aspekt berühren die von mir gewählten Ausschnitte vieles, was Menschen von heute auch bewegt: Patchwork-Familie, junge Frau versus alte Frau, Erbteilung, Migrationshintergründe, unmenschliches und irrationales Verhalten im Namen und auf Geheiß Gottes. Von alldem können wir jeden Tag in der Zeitung lesen, in der Abraham-Geschichte wird es exemplarisch reflektiert.
(...)
Das Werk ist eigentlich recht traditionell komponiert und greift verschiedene Traditionen der Opern- und Kirchenmusik auf. Es gibt also Arien, Duette, Choräle, Fugen etc. Was hinzukommt, sind außereuropäische Elemente. Das ist vor allem das Element »Groove«; wir haben einen verstärkten Kontrabass und ein E-Piano, das sind Klänge, die im klassischen Orchester nicht vorkommen. Dazu Oud und Nay sowie verschiedene Schlaginstrumente, Klänge aus dem Morgenland, die die ganze Musik auch akustisch in den Nahen Osten transportieren.
(...)
Ich wollte ein Werk schaffen, das sich dem Hörer nicht verschließt, sondern ihn in wunderbare und exotische neue Welten entführt. Meine Hoffnung ist wie die so vieler anderer auch, dass die Musik die Völker verbinden kann.

Daniel Schnyder, Komponist

 

Der Raum, in dem gespielt und gesungen wird, ist die Kirche, ein anderer Raum ist nicht zu erfinden. Inmitten einer nicht zu stoppenden Bilderflut in einem Raum Ruhe und Konzentration zu finden, ist kostbar, ermöglicht Fantasie, Denken, Fühlen. Es müsste gelingen, einen Raum in uns zu schaffen, in dem die Unterschiedlichkeiten und Gemeinsamkeiten von Religionen und Kulturen zu spüren sind – ohne Verlust der eigenen Identität. Vielleicht führt dieser Raum zur Stärkung der Identität. Rein äußerlich kann man diesen Raum so verlassen, wie man ihn betreten hat. In uns sollte aber etwas in Bewegung gekommen sein.

Gregor Horres, Regisseur

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